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Produktionsplanung, -steuerung & Logistik: Der Takt der Fabrik

Veröffentlicht am: 26.06.2024
Produktionsplanung Logistik Lagerhaltung FIFO
Produktionsplanung, -steuerung & Logistik: Der Takt der Fabrik

1. Planungsinstrumente: Der Fahrplan der Produktion

Eine präzise Planung ist die Grundlage für einen effizienten und termingerechten Produktionsablauf. Das wichtigste Dokument hierfür ist der Arbeitsplan.

  • Arbeitsplan: Er definiert die Reihenfolge und den Ablauf von Arbeitstätigkeiten. Er legt fest, welche Arbeitsschritte (die sequenziellen Komponenten eines Arbeitsablaufs) in welcher Sequenz an welchen Maschinen durchgeführt werden müssen. Das übergeordnete Ziel ist es, einen durchgehend optimalen Ablauf der Produktion zu garantieren.
  • Arbeitsvorbereitung: Dieser Bereich ist für die Erstellung der Arbeitspläne zuständig. Eine der ersten Voraussetzungen für die Einplanung eines Auftrags ist die Klärung, ob ausreichend qualifiziertes Personal zur Verfügung steht.
  • Fertigungsauftrag: Er löst die Produktion aus. Die unverzichtbaren Kerninformationen sind immer die Produktbezeichnung (oder Auftrags-ID) und die zu fertigende Stückzahl (Menge) sowie der Fertigstellungstermin.

2. Produktionssteuerung & Prozessablauf

Die Steuerung setzt die Planung in die Tat um. Ein Hauptziel ist die zuverlässige Einhaltung von Lieferterminen. Eine Prozessoptimierung, die die Durchlaufzeit (die Gesamtzeit für die Fertigung eines Produkts) pro Stück reduziert, führt zu einem höheren stündlichen Ausstoß. Ein typischer Prozessablauf in der Lebensmittelherstellung folgt der logischen Kette: Warenannahme $\rightarrow$ Arbeitsvorbereitung $\rightarrow$ Produktion $\rightarrow$ Verpacken $\rightarrow$ Endkontrolle. Bei einem Verpackungswechsel gehört die Verhandlung von Einkaufskonditionen nicht zu den unmittelbaren Arbeitsschritten an der Anlage.

3. Lagerlogistik: Das Gedächtnis der Produktion

  • Lagerprinzipien:
    • FIFO (First-In, First-Out): Dieses Prinzip besagt, dass die zuerst eingelagerten Rohstoffe auch als Erste wieder entnommen werden müssen. Es ist ein fundamentaler Grundsatz, besonders bei verderblichen Waren.
    • Just-in-Time (JIT): Hierbei handelt es sich um eine exakt auf den Produktionsbedarf abgestimmte, termingerechte Materialzulieferung. Dieses Verfahren benötigt die absolut geringsten Lagerkapazitäten.
  • Lagerkennzahlen:
    • Meldebestand: Dies ist der definierte Lagerbestand, bei dessen Erreichen ein Bestellvorgang ausgelöst wird, um Produktionsunterbrechungen zu vermeiden.
  • Lagerbedingungen: Feuchtigkeitsempfindliche (hygroskopische) Produkte erfordern zwingend eine trockene Lagerumgebung. Zucker sollte z.B. trocken und in dichten Behältern gelagert werden.

4. Kommunikation & Datenerfassung

Für einen reibungslosen Ablauf ist Kommunikation entscheidend. Bei einer Schichtübergabe müssen unbedingt Angaben zur Dauer von Anlagenstillständen und zur gefertigten Stückzahl übergeben werden. Beim internen Weitertransport eines Produkts werden z.B. die Menge und das Datum der Verarbeitung erfasst, um die Chargenverfolgung zu gewährleisten.


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